Kaum aus dem Krankenhaus entlassen, fingen sie an, die gefürchteten so genannten 3-Monatskoliken, unser Sohn war ein paar Wochen alt und ehe wir uns versahen, waren wir Experten auf dem Gebiet der BlähungenMore…J. V.a. abends und auch nachts „drückte“ er, stöhnte, ächzte und weinte fürchterlich, der arme, kleine Wurm— und wir rieben ein, flößten ein, massierten und trugen ihn mit einem nicht minder leidenden Gesichtsausdruck (wegen des Schlafmangels schon alleine und des mit auf Dauer immer stärker schmerzenden Rückens).

Sab Simplex, Lefax, Kümmelzäpfchen, diverse Globuli, deren Namen mir schon gar nicht mehr einfallen (man will ja nichts unversucht lassen), das warme Kirschkernkissen auf dem Bauch, Massagen mit einem so genannten Windöl, diverse „Übungen“ mit den Beinchen, um die „Winde“ besser entweichen zu lassen, das absolute Weglassen irgendwelcher Speisen oder Getränke, die nur annähernd in Verdacht stehen, Blähungen hervorrufen zu können (ich stillte zu dem Zeitpunkt noch voll), NICHTS half wirklich,

außer der Fliegergriff (hier liegt das Baby bei abgewinkeltem Arm auf dem Bauch auf dem Unterarm).

Und so trugen wir und trugen und trugen, abends, nachts, früh morgens, jemand hatte den Kleinen fast immer auf dem Arm, wir jammerten ein wenig über RückenschmerzenJ und irgendwann (wir glaubten zu dem Zeitpunkt nicht wirklich daran, dass sich an dem Zustand jemals wieder etwas ändern würde…) waren die drei Monate vorüber und tatatataaaaaa, man mag es kaum glauben, aber tatsächlich hörte der ganze Spuk nach dieser Zeit auf.

Ich möchte hiermit absolut NICHTS gegen diverse Mittelchen, die da so angeboten werden, sagen, bei manch einem Kind mögen sie helfen und die Eltern können sich dann glücklich schätzen, wenn sie es anwenden, bei uns half nichts von alldem außer eben das Herumtragen im Fliegergriff und eine Menge Geduld, die man aufbringen muss.

Daher , und weil die Babys natürlich auch generell gerne getragen werden – schließlich sind sie das Geschaukel vorher im Bauch schon gewohnt und lieben diesen Körperkontakt, der ja auch sehr wichtig ist – müssten die Kleinen meiner Meinung nach nicht nur als Säuglinge, sondern auch als Traglinge tituliert werden.

Ach- und nach der Geburt unserer Tochter, als wir schon mit einem mulmigen „ es geht sicher bald wieder los“ nach Hause kamen, blieben die Koliken einfach weg- es scheint also doch irgendetwas an dem Gerücht, Jungs seien eher betroffen , dran zu sein- JUHU!

Diese Seite wurde von uns aus verschiedenen Gründen ins Leben gerufen. Da wir selbst das Glück hatten – überraschenderweise – als einer bzw. eine der ersten in unserem Freundeskreis mit Nachkommen beschenkt zu werden, befinden wir uns in neuen Gefilden. Viele unserer Freunde und Bekannten fragen uns, was denn da eventuell noch auf sie zukommt und deshalb suchten wir eine Möglichkeit unsere Erfahrungen und Erkenntnisse zum einen anderen verfügbar zu machen und sie zum anderen festzuhalten, da man relativ schnell vergisst, was einem da so tagtäglich passiert. Nach einigem Überlegen erstellten wir deshalb … tataaaa … dieses Blog.

Aus diesen Gründen gibt es hier:

  • Informationen von Eltern (und Kindern) für Eltern (und Kinder) und solche, die ebenfalls planen sich fortzupflanzen. +g+
  • Die Beiträge hier sind keine wissenschaftliche Abhandlung. Sie erheben nicht den Anspruch die ultimative Weisheit zu sein. Es sind „normale“ Erlebnisse von mehr oder weniger „normalen“ Menschen.

Das Blog bietet neben der Möglichkeit alles zu diskutieren (über die Kommentare) die Möglichkeit auch andere hier schreiben zu lassen. Wenn also jemand gerne hier etwas veröffentlichen möchte – herzlich willkommen! Schreibt einfach eine Email oder hinterlasst einen Kommentar.

So jetzt aber genug begrüßt – viel Spaß beim Lesen der Beiträge wünschen

Janna und Anwar